FedRAMP-Implementierung
Das Federal Risk and Authorization Management Program (FedRAMP) ist eine Initiative der US-Regierung, die einen standardisierten Prozess zur Bewertung, Autorisierung und kontinuierlichen Überwachung der Sicherheit von Cloud-Produkten und -Diensten bereitstellt, die von Bundesbehörden verwendet werden. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die von den US-Bundesbehörden verwendeten Cloud-Lösungen einheitliche, strenge Sicherheitsstandards erfüllen und so vertrauliche Regierungsdaten schützen, die in der Cloud gespeichert sind.
Herausforderungen bei der Umsetzung von FedRAMP SSP-, POAM- und OSCAL-Anforderungen
Cloud-Dienstanbieter (CSPs), die US-Bundesbehörden Dienste über FedRAMP-Autorisierung bereitstellen wollen, stehen vor mehreren großen Hürden. Diese Herausforderungen ergeben sich aus den strengen Sicherheitsstandards des Programms, dem komplexen Autorisierungsprozess und der Forderung nach kontinuierlicher Compliance.
Hoher Dokumentationsaufwand
Die SSP- (System Security Plan, Systemsicherheitsplan) und POAM-Berichte (Plan of Action and Milestones, Geplante Aktionen und Meilensteine) sind umfangreich und detailliert und erfordern Hunderte von Datenpunkten für mehrere Abschnitte und Kontrollen.
Manuelle Aktualisierungen dieser Dokumente sind zeitaufwendig und fehleranfällig, insbesondere während monatlicher (POAM) oder während Autorisierungszyklen (SSP).
Datenfragmentierung in Tools und Teams
Die Schwachstellendaten stammen aus Sicherheitsscans, Sicherheitsbewertungsberichten (SARs), manuellen Feststellungen und Umfragen.
Jede Quelle verwendet unterschiedliche Formate, Terminologie und Struktur, was die Konsolidierung und Normalisierung von Daten für die Berichterstellung erschwert.
Fehlende Standardisierung bei Sicherheitsscans
CSPs müssen mindestens drei Arten von Sicherheitsscans ausführen, häufig mit Tools verschiedener Anbieter wie Tendable, Rapid7 und Qualys.
Diese Scans generieren CSV-Dateien mit inkonsistenten Spaltennamen und -Strukturen, die für jeden Anbieter eine benutzerdefinierte Zuordnung erfordern.
Risiken bei manueller Dateneingabe und Duplizierung
Ohne Automatisierung kopieren und fügen Teams Daten manuell in FedRAMP-Vorlagen ein, was das Risiko von menschlichen Fehlern, doppelten Schwachstellen und unvollständigen Datensätzen erhöht.
Nachverfolgung der Umsetzung komplexer Kontrollen
Für jede FedRAMP-Kontrolle sind detaillierte Umsetzungsnachweise, exemplarische Vorgehensweisen und Metadaten erforderlich.
Hunderte von Kontrollen nachzuverfolgen und die Vollständigkeit zu gewährleisten, ist eine große betriebliche Herausforderung.
Kontinuierliche Compliance und monatliche Berichterstattung
Der POAM-Bericht muss monatlich vorgelegt werden, was eine genaue Verfolgung der Schwachstellen und des Status der Abhilfemaßnahmen erfordert.
CSPs müssen eine Live-Bestandsaufnahme der Schwachstellen führen und rechtzeitige Updates und Exporte sicherstellen.
Anforderungen für das OSCAL-Format
FedRAMP verlangt zunehmend maschinenlesbare Formate wie OSCAL (Open Security Control Assessment Language), was den Exportprozess komplexer macht.
CSPs müssen sicherstellen, dass ihre Daten korrekt strukturiert sind, um die OSCAL-Schemaanforderungen zu erfüllen.
Koordination zwischen Sicherheits- und Compliance-Teams
Die Erstellung der FedRAMP-Dokumentation erfordert die Mitwirkung mehrerer Beteiligter: Sicherheitsteams für Scandaten, Compliance-Teams für Problembehebungspläne und Projekteigentümer für exemplarische Vorgehensweisen der Kontrollen.
Die Gewährleistung von Zusammenarbeit und Verantwortlichkeit in allen Teams ist wichtig, aber schwierig.
Personen, die an der FedRAMP-Umsetzung beteiligt sind
Zu den an der FedRAMP-Implementierung beteiligten Personen gehören:
CSP- und FedRAMP-Beratungsunternehmen
Externe Bewertungsorganisation (3PAO)
Sicherheits- und Compliance-Experten
Bundes- und Förderorganisationen
Joint Authorization Board (JAB)
Externe Bewertungsorganisationen (3PAO)